Dez 01

EGTA (European Guitar Teacher’s Association) – EGTA Journal – Website

Vor einiger Zeit wurde ich über das neue EGTA Journal – Die neue Gitarrenzeitschrift“ informiert.

Das neue Online-Magazin bietet Aufsätze, Artikel, Interviews und weitere Informationen rund um die Gitarre und die EGTA (European Guitar Teacher’s Association).

Aus dem Inhalt:

  • Interview mit Jörg Kindle (mit kostenlosen Noten für das Stück „Just for Friends“)
  • Napoléon Coste: Die Entdeckung eines großen romantischen Komponisten und Gitarristen
  • Carlo Domeniconi: Die Gitarre als Partnerin auf der Suche nach Musik – Leistung und Wirkung Andrés Segovias …eine Jahrhundert Erscheinung – gleichzeitig zweifelhaft.
  • Gerd-Michael Dausend: Johann Sebastian Bachs Beziehungen zur Laute

Das Journal kann unter http://www.egta-nrw.de/journal/ oder unter http://www.egta-d.de/page/start.html gelesen bzw. unter http://www.egta-d.de/page/EGTA_Journal_11_2016.pdf direkt heruntergeladen werden.

Weitere Informationen

Auf den Websites der EGTA findet man weitere Informationen:

Ziel und Anliegen der EGTA ist es, die pädagogischen, künstlerischen und wissenschaftlichen Bereiche des Gitarrenspiels umfassend zu fördern. Die EGTA-D e.V. veranstaltet und fördert Kongresse, Symposien, Wettbewerbe und Fortbildungsveranstaltungen zu aktuellen und historischen Themen aus allen Bereichen des Instruments und wirkt als nationale Sektion bei den Veranstaltungen des europäischen Dachverbandes EGTA mit. Als Mitglied des Deutschen Musikrates und zahlreicher Trägerinstitutionen setzt sie sich auch auf musikpolitischer Ebene ein.

EGTA – Nederland

EGTA UK (Großbritannien)

EGTA CH (Schweiz)

Auf der Seite „Bulletins“ findet man die Zeitschrift der EGTA CH als Download – mit Informationen für die Mitgliedern aber auch sonstigen Informationen, teilweise mit Noten, CD-Besprechungen etc. rund um die Gitarre. Es lohnt sich die Bulletins zu durchforsten!

EGTA Slovenien

 

Okt 28

Die Gitarrenschulen von Ferdinando Carulli – Kostenlose Noten in der Petrucci Library

Ich habe begonnen eine Timeline der Gitarrenschulen aus der Petrucci Library zusammenzustellen. Zunächst werde ich die Schulen aus der Petrucci Library in die Timeline aufnehmen. Ich habe vor die Titelseiten und sonstige Ausschnitte aus den Schulen als Bilder zu verwenden, dazu kommt jeweils auch der Link zur Schule in der Petrucci Library. Später möchtze ich auch verschiedene neuere Gitarrenschulen ergänzen.

Gerade bin ich bei den Gitarrenschule von Carulli gelandet, darum hier ein Beitrag über diese Schulen.

Ferdinando Carulli (9. Februar 1770 — 17. Februar 1841) hat im Jahr 1809 die Schule Op. 27 veröffentlicht. Im Jahr 1810 veröffentlichte er zwei Ergänzungsbände zur Schule, Op. 61 und Op. 71. Ein weiterer Ergänzungsband war das Supplément à la Méthode Op. 192, ca. 1822.  Schließlich erschien ca. 1825 die bekannteste Schule  Op. 241.

In kurzer Zeit gab es mehrere Auflagen. Für die 5. Auflage (1829)  hat Carulli die Schule um 44 progressiv angeordnete Stücke und 6 Etüden erweitert. Von der Schule gab es auch eine schwedische Ausgabe die erhalten ist. Im Lauf des 19. Jahrhunderts sind viele Ausgaben der Carulli Schule erschienen. Auch im 20. Jahrhundert wurde die Carulli Schule weiter benutzt. Etwa 1901 erschien eine Ausgabe von Jos. Krempl in der Universal Edition die immer noch lieferbar ist. Diese Ausgabe ist als Scan der Russischen Staatsbibliothek verfügbar (auch bei IMSLP).

Carulli war auch an der Entwicklung einer zehnsaitigen Gitarre beteiligt, dazu hat er die Méthode pour le Décacorde Op. 293, ca. 1826 veröffentlicht.

Titelseiten und Informationen zu den Schulen

 

Biografie aus „The Guitar and Mandolin“ von P. J. Bone

Videos

Bei youtube gibt es sehr viele Videos mit Stücke aus der Carulli Gitarrenschule.

Hier eine Playliste von Norbert Neunzling:

Weitere Informationen

 

 

Okt 04

Johann Kaspar Mertz – Gitarrenmusik des 19. Jahrhunderts

Johann Kaspar Mertz (17.8.1806 – 14.10.1856) war ein Gitarrenvirtuose und Komponist in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Philp J. Bone hat 1914 eine ausführliche Biografie über J. K. Mertz in seinem Buch The Guitar and Mandolin veröffentlicht (siehe Bildergalerie unten). Mertz stammte aus ärmlichen Verhältnissen und begann schon im Alter von etwa 12 Jahren mit dem Unterrichten an der Gitarre und Flöte um damit zum Lebensunterhalt für seine Familie beizutragen. 1840 zog er nach Wien und konnte dort bereits nach kurzer Zeit große Erfolge feiern. So wurde er bald zum Hofgitarristen der Kaiserin Augusta ernannt. In der Folgezeit gab er Konzert in Polen,  Russland und in Deutschland. 1842 lernte er die Pianistin Josephine Plantin kennen und begann mit ihr gemeinsam Konzerte zu geben. Im Dezember desselben Jahres heirateten sie.

Johann Kaspar Mertz hat etwa 100 Werke für Gitarre und andere Besetzungen veröffentlicht, dazu viele weitere kleinere Werke ohne Opus Nummer. Viele (vermutlich alle) der Werke sind kostenlos als Download in den verschiedenen Quellen erhältlich. Besonders in der Boije Sammlung findet man fast alle veröffentlichten Werke, auch im Archiv der Guitar Foundation von America kann man viele Ausgaben finden. Neben den Solowerken für Gitarre gibt es auch eine Reihe von Duos und Stücke für Gitarre und Klavier.

Eine Spezialität von Mertz sind die Opern Revuen von Mertz. Mehr als 30 Opern hat Mertz als Grundlage für Fantasien mit den bekanntesten Melodien der jeweiligen Oper benutzt.

Die Stücke von Mertz haben mich mit ihrer ganz eigenen Tonsprache schon als junger Gitarrist sehr angesprochen. Viele Stücke sind musikalisch interessanter als die Werke von Carulli, Giuliani oder Carcassi.

Bei youtube findet man inzwischen sehr viele der Kompositionen von Mertz. Ich habe eine Auswahl von hörenswerten Videos gesammelt und dabei versucht die wichtigsten Stücke und die besten Interpretationen zu berücksichtigen. Interessant sind die Videos bei denen historische Gitarren verwendet werden, teilweise auch 10-saitige Instrumente. Mertz selbst war meistens mit zwei Gitarren unterwegs – das führte einmal auch zu Komplikationen an einer Grenze wo man ihm nicht abnahm dass er zwei Gitarren braucht (siehe Biographie von P. J. Bone).

Biografie (engl.) aus dem Buch The Guitar and Mandolin von Philip J. Bone (1914)

Playliste Johann Kaspar Mertz

Stücke in der Playliste: Vaterlands-Blüthen OP. 1; Introduction et Rondeau Brillante Op. 11; Bardenklänge Op. 13 (An Malvina, Fingals Höhle, Capriccio, Romance, Tarantella, Gebeth, Liebeslied, Gondoliera, Variations mignonnes, …);  Fantasie Hongroise, Elégie, La Rimembranza; Le Romantique; Wasserfahrt am Traunsee (Gitarre und Klavier); Fantasie Op. 28 über Themen aus Mozarts Don Giovanni; La Traviata; Il Trovatore; Elisir d’Amore; The Sicilian Vespers; Harmonie du soir (Grand Fantasie); Duos: Am Grabe der Geliebten, Unruhe, Ich Denke Dein;

 

Johann Kaspar Mertz – Kukuk – Norbert Neunzling

Norbert Neunzling hat die Stücke aus der Serie Kuckuck aufgenommen und diese in der folgenden Playliste zusammengestellt. Hier findet man viele Volkslieder, Weihnachtslieder, und sonstige Favoriten des 19. Jahrhunderts. Das eine oder andere Stück daraus eignet sich sicher für den Unterricht – vermutlich sind sie auch von Mertz für seinen eigenen Unterricht entstanden.

 

 

Denis Azabagic teaches Elegie by Johann Kaspar Mertz

Hinweise zum Erarbeiten der Elegie findet man im folgenden Video:

 

Weitere Quellen findet man über meine

Die Suche im Digital Guitar Archive findet mehr als 500 Dokumente:

Auszug von der Wikipedia: Seine Gitarrenkompositionen haben Ähnlichkeit mit Frédéric Chopins, Felix Mendelssohn Bartholdys und Robert Schumanns Klaviermusik. Im Gegensatz dazu folgten viele seiner Zeitgenossen (zum Beispiel Fernando Sor und Dionisio Aguado) Komponisten wie Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn. Neben seinen Eigenkompositionen zählen zu Mertz’ Werk auch Bearbeitungen von Stücken anderer Komponisten. So verarbeitete er einige Schubert-Lieder sowie mehrere Opernarien zu Stücken für Gitarre solo.

Eine Liste von empfehlenswerten Komponisten für Gitarre nach Geburtsjahr sortiert mit Biografien und Werke

Sep 02

Frederic Hand „Classical Guitar Technique“ – Gute Tipps für die klassische Gitarrentechnik – Tolles Stück „Prayer“

Frederic Hand ist vor allem bekannt durch sein Gitarrenstück „Prayer“.

 

 

Ich habe das Stück allerdings als ersten durch ein Video des Duos Trekel-Tröster mit Mandoline und Gitarre kennen gelernt (siehe Blogbeitrag bei gezuptes.de Steffen Trekel (Mandoline) & Michael Tröster (Gitarre) – Ein komplettes Konzert – Haydn, Scarlatti, Wüsthoff, Munier)

Das Stück wird auch gerne von Gitarrenduos gespielt.

Frederic Hand hat auch mehrere Gitarrenkurse (instructional videos) aufgenommen. Mindestens einer dieser Kurse ist bei youtube zu finden (Sprache Englisch mit Spanischen Untertiteln). Ausserdem gibt es verschiedene Beispiell-lektionen aus diesen Kursen. Ich habe diese in meiner Playliste zusammengestellt.

In addition to his college teaching and master classes, Mr. Hand has appeared in several highly regarded instructional videos, including Classical Guitar: Technique and MusicianshipClassical Guitar: Seven Easy Pieces and Folk Song Arrangements for Classical Guitar.

Video: Frederic Hand Classical Guitar Technique + Playliste

 

Playliste – Prayer von Frederic Hand

Weitere Informationen

Website Frederic Hand

A graduate of the Mannes College of Music, Frederic Hand was a Fulbright Scholar to England and a student of Julian Bream. His solo performances, both in North and South America and Europe have received the highest critical acclaim. The New York Times wrote: “He played unerringly, with all the verve and spirit that one could ask.”

Appointed the Metropolitan Opera’s guitarist and lutenist in 1984, he has accompanied Placido Domingo, Luciano Pavarotti and many other renowned singers.

 

Aug 15

American Music – Ragtime und Folk auf Gitarren gespielt – Classical Guitar Alive!

In der Sendung vom 29. Juni hatte Classical Guitar Alive! Amerikanische Musik für Gitarre zum Thema. Bearbeitungen von Ragtimes vom Anfang des 20. Jahrunderts und auch moderne Originalkompositionen aus den USA waren zu hören. Die Sendung kann über den folgenden Link angehört werden.

Classical Guitar Alive!

 

Programm:

Sousa: Black Horse Troop March, Los Angeles Guitar Quartet (Delos 3163)
Confrey: Kitten on the Keys, Versailles Guitar Quartet
Crell: Mississippi Rag
Joplin: Rag-time Dance (Quantum 6948)
Joplin: Maple Leaf Rag, Giovanni De Chiaro, guitar (Centaur 2163)
Joplin: The Great Crush Collision March, Giovanni De Chiaro, guitar (Centaur 2408)
Traditional, arr. Vance: „Old Joe Clark“, Christopher Teves, guitar (TP 1010)
Verdery: Towns & Cities: Seattle, WA UFOnia (Mushkatweek 1), Ellis Island UFOnia (Mushkatweek 1), Mobile, AL Kottke & Verdery, guitars, Miami, FL UFOnia (Mushkatweek 1)
Robert Honstein: „Barton’s Blues“, Kim Perlak, guitar (Kim Perlak 7-50532-04342)

 

Wer sich für Ragtime gespielt auf der Gitarre oder im Gitarrenensemble interessiert sollte diese Sendung nicht verpassen!

Ich habe als Ergänzung zu dieser Sendung passende Videos mit den gespielten Stücken und mit den Interpreten dieser Sendung gesammelt.

Playliste American Music – Classical Guitar Alive!

 

Weitere Informationen:

Noten

Kostenlose Ragtime-Noten:

Noten-Tipp – Ragtimes: Gitarre. (Edition Schott) Dieter Kreidler (Amazon Partnerlink)

Jul 01

Quique Sinesi – El Abrazo – Tolle Musik aus Argentinien

In eimem Podcast des spanischen Rundfunks RTVE ist mir ein Stücke von Quique Sinesi aufgefallen: El Abruzo

Ich habe deshalb weitere Videos mit diesem Stück gesucht. Neben eine Video mit der Originalaufnahme mit Quique Sinesi und einer Aufnahme mit Gesang und Gitarre gibt es ganz unterschiedliche Aufnahmen als Gitarrensolo. Die Interpretationen sind sehr unterschiedlich, gut gefällt mir das erste Video mit Johan Fostier.

Viel Spass mit El Abruzo!

Playliste El Abrazo von Quique Sinesi

 

 

Weitere Informationen

Schöner Podcast des Spanischen Rundfunks mit Ignacio López und José Luis Merlin:  Ignacio López y José Luis Merlín

La guitarra – Ignacio López y José Luis Merlín – 11/12/11

Programa dedicado a los guitarristas Ignacio López y José Luis Merlín en el que se ofrecen las obras siguientes:

Q. SINESI: El abrazo (5’11“).

I. LÓPEZ: Debussyana (2’57“), Mira p¿allá (2’46“), Sinesia (2’01“), Nunca llueve para siempre (3’22“), Balada para una princesa (1’58“).

E. MARTÍN: Canción de enero (1’18“), Canción de septiembre (1’02“).

B. POWELL: So por amor (2’08“), Retrato brasileiro (2’56“). I. López (guit.).

PIAZZOLLA: Otoño porteño (4’05“), Invierno porteño (3’23“).

J.L. MERLÍN: 5 canciones de amor (13’22“). J. L. Merlín (guit.)

Weitere Informationen

Website Quique Sinesi

He is considered one of the most important guitarrists in Argentina for his personal style, his music is based in elements of Tango and Folclore from his country and rhythms from “Rio de la Plata” like Candombe, incorporating elements of jazz, improvisation, classic and world music, using 7 strings Spanish Guitar, Piccolo, Acoustic and Charango.

 

Notenausgabe Terruno – Acht Stücke für Gitarre solo (Amazon Partnerlink)

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