Nov 13

Ahmed Dickinson & Eduardo Martin – Sones y Flores – Kompositionen für Gitarrenduo aus Kuba

Vor einigen Jahren habe ich den kubanischen Gitarristen Ahmed Dickinson Cardenas in London in einem Konzert gehört, seither verfolge ich was er spielt. Schon damals gehörte die Musik von Eduardo Martin zu seinem Programm. Inzwischen hat er ein Duoprogramm zusammen mit dem Komponisten erarbeitet.

Eduardo Martin hat viele Werke für Gitarre solo oder Duo komponiert. Seine Kompositionen für Gitarre haben Anerkennung bei Wettbewerben gefunden, und Eduardo Martin wurde zu internationalen Veranstaltungen eingeladen. Seine Werke sind eine interessante Bereicherung für das Repertoir für Gitarre solo und Gitarrenduo. Die Noten von Eduardo Martin sind bei verschiedenen Verlagen erschienen, unter anderem bei Les Productions d’Oz (siehe unten).

Ein komplettes Konzert ist seit Mai bei youtube verfügbar, dazu viele weitere Videos des Duos. Die Playliste beginnt mit dem Konzert, darauf folgen weitere Videos des Duos.

Ahmed Dickinson & Eduardo Martin – Sones y Flores | Full Concert

 

 

Weitere Informationen

Website über Eduardo Martin

Interview mit Eduardo Martin (Havanna Times)

Eduardo Martin beim Verlag „Les Productions d’Oz“

Website Ahmed Dickinson

Fotos von den Konzerten von Eduardo Martin und Ahmed Dickinson

Okt 26

Derek Gripper – Afrikanische Musik auf klassischer Gitarre

Derek Gripper hat als Gitarrist seinen ganz eigenen Weg gewählt – er überträgt Musik aus Afrika auf die Gitarre.

Ich habe schon öfters Musik für die Kora angehört und darüber geschrieben. Und ich finde die Bearbeitungen und Interpretationen von Derek Gripper sehr gelungen. Seine Art zu spielen ist ganz anders als man es von der typischen klassischen Gitarre kennt.

Die Bearbeitungen von Derek Gripper sind teilweise als Tabulaturen erhältlich, Informationen findet man auf der Website.

Derek Gripper hat eine eigene Gitarrenschule entwickelt die auf den Prinzipien der Montessori-Pädagogik basiert.

Over the past few years I have been working to adapt the philosophy of the great Italian educator Maria Montessori to teaching music, and specifically the guitar. The focus of Montessori’s work was to create the possibility for totally natural learning which would result in spontaneous activity beyond the scope of the lessons themselves. Applied to an instrument such as guitar, this means that the teacher’s role is to provide the various elements required for learning guitar in the most simple and direct way, and then step back to allow these elements to come together in a spontaneous way. the way this happens will be totally different for each individual.

Tcheka and Derek Gripper (komplettes Konzert)

PRESENTED BY DANIDA IN ASSOCIATION WITH OLD MUTUAL

Tcheka and Derek Gripper first met in Zanzibar while conducting music workshops for Learn Africa, a not-for-profit organization with strong ties to Zimbabwe.

After a week of all-night improvisation in a beachside lodge, they played their first show together to an awe-struck audience at Sauti za Busara Festival in Stone Town.

Since the two musicians share no spoken language, their collaboration has been an entirely musical conversation, combining Tcheka’s soulful singing and innovative guitar style with the sounds of Derek’s guitar interpretations of the music of the kora.

The spellbinding sound that results from this exquisitely- matched pair is nothing short of magic.

Old Mutual Day, Sunday 3 May 2015
ZOL Main Stage

 

Playliste Derek Gripper

Weitere Informationen

Okt 26

Stephanie Jones – Gitarre

Ein Interview auf der Website Focus Gitarre des Gitarristen Stefan Schmidt hat mich auf die junge Gitarristin Stephanie Jones aufmerksam gemacht.

Stephanie Jones stammt aus Australien. Sie hat dort Gitarre studiert und ihr Studium mit Auszeichnung abgeschlossen. Zur Zeit macht sie ein Master-Studium in Weimar bei Thomas Müller-Pering. Dort hat sie zusammen mit Karmen Štendler aus Slowenien und Hanna Link und Jakob Schmidt aus Deutschland das „Weimar Guitar Quartet“ gegründet.

Stephanie Jones hat dieses Jahre für ihren youtube Kanal die Fünf Bagatellen für Gitarre von William Walton aufgenommen. Ihr Video mit dem Adagio BWV 1001 von Johann Sebastian Bach gehört zu den erfolgreichsten Videos mit klassischer Gitarre dieses Jahr. Die besten Videos mit Stephanie Jones habe ich in meiner Playliste zusammen gestellt.

Playliste Stephanie Jones

 

Playliste Weimarer Gitarren Quartett

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Sep 13

ARD Wettbewerb für Gitarre – Preisträger, Programme, Videos

Vom 31. August bis 9. September fand in München der ARD Musikwettbewerb statt. In diesem Jahr war auch die Gitarre im Wettbewerb vertreten. 37 TeilnehmerInnen aus der ganzen Welt gaben ihr bestes. Videos vom Semifinale mit 6 Teilnehmern und vom Finale bei dem alle drei verbliebenen Teilnehmer das Concierte de Aranjuez spielten sind bei youtube oder auf der Seite des ARD Musikwettbewerbes zu sehen.

Eine gute Gelegenheit die jungen Gitaristen und Gitarristinnen von heute kennenzulernen.

Am Ende gab es zwei zweite und einen dritten Preis:

  • 1. Preis: wurde nicht vergeben
  • 2. Preis: Junhong Kuang, China      
  • 2. Preis: Davide Giovanni Tomasi, Italien
  • 3. Preis: Andrey Lebedev, Australien

Youtube Playliste Semifinale

Weitere Informationen

Berichte Süddeutsche Zeitung:

Über die Gitarre im Wettbewerb:

Als aufstrebender klassischer Gitarrist durfte man den Anmeldeschluss des ARD-Wettbewerbs nicht verpassen, denn die Chance auf eine Teilnahme kriegt man wohl nur einmal im Leben. Erst vier Mal seit 1952 war die Gitarre vertreten, zuletzt 1993. Was einiges über die Exotenstellung des Instruments im Klassikbetrieb aussagt. Obwohl die Gitarre seit einigen Jahren das Klavier als meistgespieltes Instrument überholt hat, führt sie bei Repertoire, Konzerten und Festivals ein Eigenleben. Zu Unrecht, wie man hier angesichts der Vielfalt und Ausdruckskraft des Gebotenen erleben konnte.

Über die Auftragskomposition „Interfret für Gitarre solo“:

Sicher dahin gelangte er aber mit der einfallsreichsten Interpretation der für alle verpflichtenden, hier uraufgeführten Auftragskomposition von Vito Žuraj. Der hatte vorab verkündet, er habe die Musiker nicht quälen wollen. Was glatt gelogen war: Sein „Interfret für Gitarre solo“ war eine Zumutung für Musiker, Instrumente und Publikum. Nicht ein klassischer Gitarrengriff fand sich darin, dafür ein melodiefreies und strukturloses Sammelsurium von Tappings, Flageoletts, Golpes, Bendings und Bottleneck-Glissandi, das höchstens demonstrierte, wie hässlich eine Gitarre klingen kann.

Bis zu guter Letzt Junhong Kuang fulminant demonstrierte, dass man auch als siebzehnjähriger Chinese – der freilich bei Manuel Barrueco studiert – den Schmiss des Fandangos ebenso wie die Trauer und Wut des berühmten Adagios verinnerlichen und in musikalischen Zauber verwandeln kann. Technisch ohnehin überragend, überzeugte Kuang also auch im Ausdruck, sogar eine Spur des Flamenco-Freigeists der legendären Interpretation von Paco de Lucia war zu hören. Dass die Jury am Ende an Lebedev einen dritten und an Tomasi wie Publikums-Sieger Kuang jeweils einen zweiten Preis vergab, bildete also nicht diesen Abend ab, sondern eher den Gesamteindruck aller vier Durchgänge, in denen auch Kuang nicht alles gestalterisch bewältigt, Tomasi dafür mehrfach geglänzt hatte.

 

 

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Mai 05

Dieter Kreidler – Gitarrenschule – Werke für Zupforchester, Gitarren, Mandolinen

 

Dieter Kreidler ist einer der wichtigen Gitarristen, Pädagogen und Komponisten für Gitarre in Deutschland. Von 1975 bis 2009 war Dieter Kreidler Professor für Gitarre an der Wuppertaler Abteilung der Hochschule für Musik und Tanz Köln.

Dieter Kreidler hat eine der meistbenutzten Gitarrenschulen geschrieben. Ich habe diese Schule selbst in den 80er-Jahren beim Unterrichtet oft verwendet.

Kreidler Gitarrenschule – Werbevideo des Schott Verlages

Dieter Kreidler hat immer wieder mit Zupforchestern zusammengearbeitet. Er dierigierte verschiedene Zupforchester, war Musikleiter im Bund Deutscher Zupfmusiker (BDZ) und hat viele Kompositionen für Gitarrenensembles und Zupforchester komponiert. In seinen Kompositionen findet man viele Elemente der Popmusik und der Folklore, die Stücke sind bei Spielern sehr beliebt und kommen auch beim Publikum sehr gut an.

Podcast / Interview mit Dieter Kreidler

Der Podcast mit dem Interview mit Dieter Kreidler ist auf der folgenden Seite zu finden:

 

Playliste Dieter Kreidler

 

 

Weitere Informationen

Wikipedia über Dieter Kreidler

Website Dieter Kreidler

 

 

Mrz 02

Horst Klee – Gedanken zum Gitarrenspiel – „Die Bausteine der Kunst liegen im Detail begründet“

Horst Klee (geb. 1952) ist ein deutscher Gitarrist. Er studierte am Konservatorium in Wiesbaden und an der Musikhochschule Frankfurt. Neben seiner langjährigen Solistentätigkeit mit klassischer Gitarre wirkte er auch in diversen Rockbands mit E-Gitarre mit.

Klee lehrt klassische Gitarre am Konservatorium in Wiesbaden und an seiner Musikschule in Bad Kreuznach.

Auf seiner Website gibt es ein interessantes Interview in dem er über seinen musikalischen Werdegang erzählt. Nachdem er mehrere Jahre E-Gitarre in Pop- und Rockbands gespielt hatte entdeckte er die vielen Möglichkeiten die die klassische Gitarre bot und studierte Gitarre in Wiesbaden und Frankfurt. Er beschreibt ausführlich wie er sich mit Kompositionen und Interpretationen auseinandersetzte und wer seine wichtigsten Vorbilder waren.

Anfangs enteckte er die klassische Gitarre über die Carcassischule, das Lehrwerk von Bruno Henze wurde die Grundlage für sein weiteres Lernen. Von Christopher Parkening habe er viel gelernt, der sei „einer der sen­sibelsten und intelligentesten Gitarristen überhaupt“. Schliesslich habe Robert Brojer eine sehr wichtige Rolle für seine künstlerische Entwicklung gespielt.

Er sagt:

Auch heute arbeite ich noch überdurchschnittlich lang an ei­nem Programm, orientiere mich aber nicht mehr an anderen Gitarristen. Vielmehr bewundere ich das Interpretationsniveau von Geigern und Pianisten und lerne eine Menge daraus. Für meine Platte GITARRENMUSIK VON MANUEL PONCE benötig­te ich fast zwei Jahre. Das führt natürlich unweigerlich dazu, daß mein erarbeitetes Programm sehr klein ist, aber ich kann Musikliteratur nicht konsumieren wie Essen und Trinken, da jede einzelne Komposition meine ganze Wertschätzung besitzt. Für mich kommt „Vielspielerei“, mit der sich so mancher Musi­ker rühmt, nicht in Frage. Sie ist mir zuwider, denn sie verrät den Hang zur Quantität, nicht zur Qualität.

Zum Üben:

Üben empfand ich stets als große Anstrengung. Nach einer Stunde Arbeit mit dem Instrument stellt sich schon eine gewisse geistige Erschöpfung ein, denn ich arbeite sehr zweckgerichtet und planvoll mit der entsprechenden Konzen­tration. Auch hier holte ich es nach dem Motto: Qualität vor Quantität. Ich kann nicht glauben, daß jemand 6 Stunden oder mehr mit seinem Instrument beschäftigt ist. Davon können doch höchstens drei Stunden effektiv sein, der Rest ist eher unkonzentrierte Spielerei.

Über Robert Brojer

Brojer ist eine große Musikerpersön­lichkeit. Er geht bei seiner musikalischen Arbeit mit seinen Schülern ins Detail. Ich glaube, er ist einer der wenigen Päda­gogen auf dem Gitarrensektor, der über fundierte Kenntnisse einer epochenbezogenen Artikulation verfügt. Er verzichtet auf weitschweifige Inhaltsdeutungen und gibt seine Anweisun­gen hautnah am Text – kurz und präzise.

Das komplette Interview ist hier zu finden:

Horst Klee hat viele seiner Aufnahmen in seinem youtube Kanal hochgeladen, die Playliste enthält mehr als 70 Stücke:

Playliste Horst Klee

 

Weitere Informationen

 


Buchtipp:

Der Weg zur Gitarre. Technik und Methode – Robert Brojer

(nur gebraucht erhältlich – Antiquariat – Amazon Partnerlink)

 

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